Kreditkarten gehören weltweit zu den gängigsten Zahlungsmitteln, wer in die ganze Welt verkauft, kommt an ihnen nicht vorbei. Welche Optionen Shopify bietet und welche Kosten anfallen klärt dieser Artikel.

Da uns Kunden und Interessenten immer wieder fragen, wie die Kreditkartenakzeptanz mit Shopify funktioniert und wie hoch die Gebühren sind, dachte ich mir, ich fasse mal unseren derzeitigen Kenntnisstand zusammen.

Zunächst einmal will ich zwei Begriffe klären, die Ihnen im Zusammenhang mit Kreditkarten immer wieder begegnen werden: Gateway und Acquiring Bank oder Acquirer.

Die Acquiring Bank, oft auch als Merchant Bank (Händlerbank) bezeichnet, ist die Bank, bei der Sie als Händler das Konto unterhalten, auf dem die Kreditkartenzahlungen Ihrer Kunden eingehen. Das kann theoretisch Ihre Hausbank sein, in aller Regel wird es aber ein auf Händler spezialisiertes Institut sein.

Das Gateway ist die technische Schnittstelle zwischen Ihrem Onlineshop und der Acquiring Bank. Es nimmt die Zahlungsdaten entgegen, führt Gültigkeitsprüfungen für die Kreditkartendaten durch und gibt die Zahlung frei bzw. lehnt sie bei Fehlern ab.

Kosten

Die Kosten, die anfallen, um in Ihrem Shop Kreditkartenzahlungen zu akzeptieren, setzen sich bei traditionellen Anbietern meist aus zwei Komponenten zusammen: Einem festen Grundpreis und einer Umsatzprovision. Der Grundpreis bewegt sich dabei oft in der Region um die 30-40 Euro pro Monat und die Umsatzprovision bei 2,5-3 %. Bei jüngeren Anbietern wie z.B. Stripe entfällt oft die Grundgebühr, es wird lediglich eine Umsatzprovision verlangt, die wie bei den traditionellen Anbietern meist bei knapp 3 % liegt, teilweise aber auch darunter.

Diese Kosten summieren sich zu den Kosten, die Shopify für den Betrieb Ihres Shops berechnet. Auch Shopify verlangt einen festen monatlichen Grundpreis und eine Umsatzprovision in Form von Transaktionsgebühren. Beides zusammen ergibt nicht unerhebliche Kosten, die Sie als Händler schultern müssen. Produkte mit einstelligen Gewinnmargen lassen sich so jedenfalls nicht sinnvoll verkaufen. Was im übrigen auch erklärt, warum Ihr örtlicher Supermarkt i. d. R. keine Kreditkarten akzeptiert.

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Shopify als Anbieter von Zahlungslösungen

Nun muss man allerdings wissen, dass Shopify zwischenzeitlich selbst unter die Gateway-Anbieter gegangen ist, bzw. für Händler, die ihren Sitz in bestimmten Ländern (seit 2018 auch Deutschland) haben, schon einer ist. Was für Kunden, die Shopify Payments nutzen können, Vorteile bietet, ist für alle anderen derzeit ein Nachteil, da sie insgesamt höhere Gebühren tragen müssen. Wie sich diese Gebühren zusammensetzen, können Sie nachfolgender Tabelle entnehmen.

Update: Shopify Payments ist nun auch in Deutschland verfügbar, alle Infos finden Sie hier.

Shopify Gebühren

Was oft für Verwirrung sorgt, ist der Umstand, dass Shopify Transaktionsgebühren nur verlangt, wenn man nicht Shopify Payments nutzt, sondern ein „external payment gateway“ wie z.B. Stripe. Nutzt man Shopify Payments, fallen lediglich die unter „Credit Card Rates“ genannten Gebühren an, denn in diesem Fall ist Shopify selbst der Anbieter der Kreditkartenzahlungen und verlangt deshalb nicht nochmal extra Transaktionsgebühren. Diese sind in den Kreditkartengebühren enthalten. Nutzen Sie allerdings einen „external payment gateway“, fallen dessen Gebühren zusätzlich zu den Transaktionsgebühren von Shopify (zw. 0,5 % und 2 %) an.

Beispiele

Vergleichen wir die Kosten mal an Hand konkreter Beispiele.

Nehmen wir an, Sie haben einen Shop im Tarif „Basic Shopify“ und akzeptieren Kreditkartenzahlungen über Stripe. Ihre Kosten setzen sich dann wie folgt zusammen:

Grundpreis Basic Shopify: $29,00
Umsatzprovision Shopify: 2 %
Umsatzprovision Stripe: 1,4 % (EU-Kunden) oder 2,9 % (nicht-EU-Kunden) + 0,25 € (lt. Preisliste Stripe im August 2016)

Anderes Beispiel:

Sie haben einen Shop im Tarif „Shopify“ und nutzen Shopify Payments. Dann sehen die Kosten wie folgt aus:

Grundpreis Basic Shopify: $ 79,00
Umsatzprovision Shopify: 2,6 % (online) + $ 0,30

Sie sehen also, mit Shopify Payments wäre das Leben ein wenig günstiger, aber leider ist den meisten Shopify-Nutzern in Europa diese Option derzeit noch nicht zugänglich. Daher fahren wir am besten mit der Kombination aus dem passenden Shopify-Tarif und einem separaten Kreditkartenanbieter.

Dass ich in diesem Artikel den Anbieter Stripe als Beispiel benutzt habe, ist kein Zufall. Ich kann Stripe aus eigener Erfahrung nur empfehlen. Ich nutze ihn seit einiger Zeit in meinem eigenen ShopifyExperte Shop und das Handling und die Auszahlungen waren bislang reibungslos.

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