Shopify hat zum 30.05.2016 seine Tarifstruktur überarbeitet. Der Feature-Umfang hat sich nicht grundlegend geändert, aber einige Details wurden angepasst und der Preis für den höchsten Tarif wurde kräftig erhöht.

Shopifys Tarifstruktur war schon immer recht einfach zu durchschauen: Drei Tarife zu drei unterschiedlichen Preisen mit leicht abgestuften Features und einer ebenfalls abgestuften Umsatzbeteiligung. Mit der Preisanpassung vom 30.05.2016 ändert sich an der Übersichtlichkeit nichts, wohl aber am Funktionsumfang und am Preis. Leider nicht zum Vorteil der Händler.

Wichtiger Hinweis

Die neuen Tarife gelten nur für neue Shops. Wer vor dem 30.05.2016 bereits einen Shopify-Shop betrieben hat, zahlt weiterhin den gleichen Preis für seinen jeweiligen Tarif. Wer den Tarif wechselt, kann das allerdings nur in die neuen Tarife mit ihrem angepassten Funktionsumfang und den neuen Preisen.

Im Einzelnen wurde folgendes angepasst:

  • Die drei Haupttarife heißen nun „Basic Shopify“, „Shopify“ und „Advanced Shopify“
  • Der „Starter Plan“ wurde gestrichen
  • Ein neuer Tarif „Shopify Lite“ wurde eingeführt
  • Die maximal mögliche Anzahl von Admin-Accounts im Shop wurde limitiert
  • Der Preis für den Tarif „Advanced Shopify“ (ehemals „Unlimited“) wurde von $179 auf $299 pro Monat erhöht

Preiserhöhung

Die Änderung, die als erstes ins Auge springt, ist sicher die Preiserhöhung des ehemaligen „Unlimited“-Tarifs auf $299 im Monat. Dieser kräftige Aufschlag macht sich auch in meiner Tarif-Berechnung deutlich, denn man muss nun immerhin $45.000 Umsatz im Monat machen, damit dieser Tarif ggü. dem Professional/Shopify günstiger ist. Allerdings trifft diese Preiserhöhung ohnehin nur Händler mit entsprechend hohem Umsatz, da fallen die zusätzlichen $120 im Monat vielleicht nicht so dramatisch ins Gewicht.

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Weniger Staff Accounts

Ärgerlicher finde ich dagegen die Beschränkung der Anzahl von sog. „Staff Accounts“, also den Administrator-Konten eines Shops. Konnte man bislang beliebig viele Accounts anlegen, gibt es im Tarif „Basic Shopify“ nur 2 Accounts, im Tarif „Shopify“ 5 und in „Advanced Shopify“ 15. Ärgerlich ist diese Änderung, weil sie vollkommen willkürlich und nur dazu gedacht ist, Händler in den jeweils nächsthöheren Tarif zu drängen.

Zwei Accounts (zusätzlich zum Inhaber-Account) sind schon relativ wenig. Kunden, die mich mit der Anpassung ihres Shops beauftragen, richten mir dazu ein Konto in ihrem Shop ein. Damit ist schonmal der erste der zwei Zusatzaccounts in einem „Basic Shopify“-Shop verbraucht (wenn auch nur temporär, bis ich meine Arbeiten abgeschlossen habe). Dann kommt es oft vor, dass man Support von einem App-Entwickler benötigt und der Support-Mitarbeiter braucht dann ebenfalls (temporär) einen Account, um sich das Problem im jeweiligen Shop anzuschauen oder eine App zu installieren. Dann hat man vielleicht ohnehin noch ein oder zwei Mitarbeiter, die den Shop pflegen oder Bestellungen abwickeln, und schon muss man anfangen, mit den Accounts zu „jonglieren“, will man sich den Wechsel in den nächsthöheren Tarif sparen.

Alles für die Profitabilität

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Shopify ist 2015 an die Börse gegangen und hat bei dem Börsengang kräftig Geld eingesammelt. Der aktuelle Börsenwert von Shopify liegt bei ca. 1.7 Mrd. USD. Shopify wächst außerdem jedes Jahr kräftig, mittlerweile peilen Sie die 300.000er Marke bei der Anzahl Händler, die die Shopify-Platform nutzen, an.

Allerdings gibt es auch eine Schattenseite des Wachstums: Shopify ist nicht profitabel. Zwar konnte der Verlust im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden, aber es steht immer noch eine rote Zahl am Ende der Bilanz.

In diesem Kontext muss man wohl die jüngsten Tarifanpassungen sehen. Shopify hat über die Jahre viel Geld in den Ausbau der Platform investiert und dabei die Preise mehr oder weniger stabil gehalten. Nun, da Shopify quartalsweise Bericht erstatten muss, wird sicher auch auf Druck der Investoren mehr Augenmerk darauf gelegt, das das Geschäft in nicht allzu weiter Ferne anfängt, Gewinne zu schreiben. Und da das reine Wachstum der Anzahl Händler das wohl nicht hergibt, muss der Umsatz bzw. der Gewinn pro Händler erhöht werden.

Fazit

Die Änderungen, auch wenn sie nur neue Shops betreffen, sind einerseits verständlich, andererseits ärgerlich, denn für Händler bringen sie nur Nachteile mit sich. Shopify geht damit einen weiteren Schritt hin zur Profitabilität, und dabei haben Händler, von denen Shopify zum größten Teil lebt, eben oft das Nachsehen. Von daher wäre es sicher ratsam gewesen, die negativen Änderungen mit einigen positiven „abzufedern“. In dieser Hinsicht muss Shopifys Kommunikationsabteilung wohl noch etwas dazulernen.

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