Diashows oder sog. Image Slider sind allgegenwärtig. Aber sind sie auch eine gute Idee oder schaden Sie mehr als sie nützen?

Homepage-Diashows, auch Image Slider genannt, sind beliebt. Sie sehen schick aus und man kann am selben Platz auf einer Webseite dezent mehrere, wechselnde Werbeflächen unterbringen (ähnlich umlaufender Werbetafeln an Bushaltestellen). Auch viele meiner Kunden, die ich beim Aufbau Ihres Onlineshops mit Shopify unterstütze, wollen einen solchen Slider und mit den meisten Themes kriegt man ihn schließlich frei Haus mitgeliefert.

Aber sind solche Slider wirklich eine gute Idee? Nur weil sie derzeit „en vogue“ sind und auf den ersten Blick Eindruck machen, heißt das nicht, dass man sie ohne weitere Überlegung im eigenen Onlineshop einsetzen sollte. Denn jedes Feature, das man in einen Shop einbaut und jede Änderung, die man an einem Shop vornimmt, sollte an der Antwort auf die folgende Frage gemessen werden:

Bringt mir das mehr Umsatz?

Während „normale“ Websites verschiedene Ziele verfolgen können — Repräsentation, Unterhaltung, Information, Leads, etc. — ist das Ziel jedes Onlineshops letztlich der Verkauf von Waren. Dieses Ziel kann unmittelbar oder eher indirekt erreicht werden, aber letztlich misst sich der Erfolg eines Onlineshops immer am Umsatz (und natürlich am Gewinn). Warum sollte man dann also ein Feature einbauen, das diesem Ziel nicht dient, bzw. ihm sogar manchmal diametral gegenüber steht?

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Schlechte Usability

Ein Slider besteht i. d. R. aus 3-5 Bildern, die alle paar Sekunden gewechselt werden. Außerdem ist jedes Bild meist mit einem Link versehen, der zu einer zum Bild passenden Seite führt.

Der typische Ablauf bei einem neuen Shop-Besucher könnten nun so aussehen:

Der Besucher kommt auf die Startseite des Shops und braucht erstmal ein paar Sekunden, um sich auf der Seite zu orientieren. Dann rauscht auch schon das erste Bild des Sliders vorbei, bevor der Besucher es überhaupt wirklich wahrgenommen hat oder klicken konnte. Nun erkennt der Besucher diese offenbar „dynamische“ Werbefläche und schaut sich das zweite Bild an, wartet aber auch darauf, dass das nächste Bild erscheint. So geht es weiter, bis alle Bilder einmal erschienen sind.

Nun denkt der Besucher vielleicht noch gar nicht daran, dass man diese Bilder auch klicken kann. Dem kann man natürlich abhelfen, indem man auf den Bildern entsprechende Texte platziert. Nun ist aber das Bild, das unseren Besucher interessiert hat, vielleicht gerade vorbeigerauscht und er muss warten, bis unsere schicke Slideshow eine volle Runde gemacht hat. Das kann schonmal zu Frust führen.

Diese und andere negative Aspekte der Usability von Slidern wurden schon mehrfach untersucht und belegt, u.a. auch vom bekannten Usability-Guru Jakob Nielsen, dessen Test aufzeigt, dass Slider von vielen Nutzern sogar komplett ignoriert werden, u. U. weil sie für Werbung gehalten werden („Banner Blindness„).

Eine weitere Untersuchung hat gezeigt, dass nur das erste Bild eines Sliders überhaupt geklickt wird, die restlichen so gut wie gar nicht. Also genau anders als in meinem Beispiel oben, aber letztlich zeigt diese Untersuchung genauso, wie unzulänglich die Benutzbarkeit von Slidern ist.

Fazit

Aus Benutzersicht sind Slider also alles andere als ideal. Und schlechte Benutzerführung hat letztlich auch einen negativen Einfluss auf den Erfolg Ihres Shops. Denn ein Besucher, der sich in Ihrem Shop nicht zurecht findet, wird irgendwann frustriert aufgeben und bei der Konkurrenz einkaufen.

Dass Slider die Conversion eines Shops negativ beeinflussen können, hat Matthew Tully von Harry’s herausgefunden. In seinem Fall haben A/B-Tests ergeben, dass ein statisches Bild statt eines Sliders die Conversion um satte 12% verbessert hat.

Mein Rat wäre, Slider ganz wegzulassen. Wenn man (oder die Marketingabteilung, oder der Chef, …) das aber nicht kann oder will, würde ich empfehlen, zumindest das automatische Bilderwechseln zu deaktivieren, sodass der Besucher die Slideshow selbst steuern kann. Hierzu sollten logischerweise die entsprechenden Vor/Zurück-Pfeile oder ein ähnliches Steuerelement gut sichtbar und in ihrer Funktion erkennbar vorhanden sein. Und Sie sollten den Slider auf jeden Fall auch auf Mobilgeräten testen, weil es dort z.B. keinen Mauszeiger gibt und eine Fingerspitze außerdem deutlich dicker als dieser ist. Die Vor/Zurück-Buttons sollten daher entsprechend groß sein, damit sie auch auf einem Smartphone oder Tablet problemlos bedient werden können.

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