Foto von Polycart

Ist Ihnen das auch schonmal so gegangen? Sie sammeln in einem Onlineshop verschiedene Produkte im Warenkorb. Nicht unbedingt mit der Absicht, diese Produkte auch alle zu kaufen, aber quasi als Merkliste. Dann kommen Sie einige Stunden später oder am nächsten Tag zum Shop zurück, nur um festzustellen, dass der gesamte Warenkorbinhalt sich in Rauch aufgelöst hat und Sie sich alle Artikel nochmal zusammensuchen können.

Grund für diese „verschwindenden“ Warenkörbe sind Cookies, deren Ablaufdatum entsprechend kurz eingestellt ist. Denn Warenkörbe werden in aller Regel in Cookies gespeichert, vor allem dann, wenn Sie sich bei dem jeweiligen Shop noch gar nicht angemeldet haben. Sind Sie eingeloggt, könnte der Warenkorb auch permanent in Ihrem Kundenkonto gespeichert werden. Aber ohne Anmeldung bleibt nur ein Cookie als Mittel der Zwischenspeicherung.

Nun kann man aber jedem Cookie eben auch einen Gültigkeitszeitraum mitgeben. Es spräche also nichts dagegen, einen per Cookie gespeicherten Warenkorb ein Jahr oder länger zu speichern. Warum verwerfen also so viele Onlineshops die Warenkörbe Ihrer potenziellen Kunden nach so kurzer Zeit und verlieren damit u. U. sogar Umsatz?

Lernify

Ganz ehrlich: ich weiß es nicht. Aus meiner Sicht gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund, Warenkörbe nicht unbefristet zu speichern. Einzig der Umstand, dass Artikel im Warenkorb irgendwann nicht mehr verfügbar sein könnten, wäre ein Hinderungsgrund. Wenn das verwendete Shopsystem allerdings beim Checkout den Warenbestand nochmal prüft, sollte auch das kein Problem darstellen. Und diese Prüfung sollte ohnehin erfolgen, da auch bei kürzerer Warenkorb-Gültigkeit ein Artikel zwischenzeitlich ausverkauft sein kann.

Ein weiterer Grund könnte ggf. sein, dass Kunden nach einiger Zeit vergessen, dass sie Artikel in ihren Warenkorb gelegt haben und diese dann bei ihrem nächsten Einkauf „aus Versehen“ mitbestellen. Interessiert sich der Kunde zwischenzeitlich nicht mehr für das entsprechende Produkte, wird er es zurückschicken, was natürlich für den Kunden und für den Shop-Betreiber Aufwand darstellt.

Wie Shopify das Thema handhabt

Shopify speichert Warenkörbe standardmäßig 14 Tage lang. Nach Ablauf dieser Frist wird der Warenkorb geleert. Wer den Warenkorb länger speichern will, kann auch zahlreiche Apps zurückgreifen, einige sind sogar kostenlos.

Fazit

Unter dem Strich überwiegen glaube ich die Vorteile. Daher lautet meine Antwort auf die eingangs gestellte Frage: so lange wie möglich.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein Interessent, der nach einigen Tagen zu Ihrem Shop zurückkommt, findet seine „Merkliste“ so vor, wie er sie hinterlassen hat und geht mit seinem Warenkorb u. U. direkt zur Kasse. Im Fall, dass der Warenkorb zwischenzeitlich geleert worden ist, werden die meisten sich vermutlich nicht die Mühe machen, alle Artikel erneut zusammenzusuchen. Und Warenkorbabbrecher sind m. E. das größere und häufiger vorkommende Problem als versehentlich bestellte Artikel.

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